Im Tal der Wölfe

Goderdsi Tschocheli: Der Scharlachrote Wolf; Cover: Frankfurter Verlagsanstalt

In seinem Roman Der scharlachrote Wolf lässt Goderdsi Tschocheli die Tradition der georgischen Bergdörfer mit dem Studentenleben im modernen Tiflis verschmelzen. Angst, Aberglauben und die Suche nach Geborgenheit sowie dem eigenen Ich treffen aufeinander. Dem Autor gelingt es dabei überwiegend, die vielschichtigen Emotionen seiner Protagonisten, vor allem aber deren enge Verbindung zum folkloristischen Glauben an Werwölfe und andere Fabelwesen, anschaulich darzulegen. 

von ALINA WOLSKI Weiterlesen

Nicht überflüssig

Berlin, Opernplatz, Bundesarchiv, Bild 10214597  CC-BY-SA

10. Mai 1933 auf dem Opernplatz in Berlin Quelle: Bundesarchiv, Bild 10214597 CC-BY-SA

Zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung bringt literaturundfeuilleton eine neue Serie heraus: Studierende der Ruhr-Universität Bochum rufen die historischen Geschehnisse in Erinnerung und lassen teils vergessene Bücher wieder auferstehen.

Von ESRA CANPALAT und ANNIKA MEYER

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„Gemeinsam sind wir stark“ – Eine Revolution der Kinder

„Von ihrem Vater kannte Lila nur eine abgeschnittene Hand. Selbst heutzutage, wo Eltern gern mal ihren Kindern verlorengehen, war das ein bisschen wenig, denn noch dazu war diese Hand bloß auf einem Foto zu sehen.“

So beginnt der erste Jugendroman mit dem Namen Der Aufstand der Kinder (Fischer) der Autorin Susanne Fischer. Bereits der erste Satz macht allerdings deutlich, dass man dieses Werk nicht einfach in die Kategorie der Jugendliteratur einordnen kann. Der Roman ist geprägt von einer Tiefgründigkeit und Spannung, die auch erwachsene Leser in den Bann ziehen kann. Man muss sich nur darauf einlassen.

Von NADINE ANIOL

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