Mein lieber Schwan!

Wagners "Lohengrin" am Essener Aalto-Theater Foto: Forster

Wagners „Lohengrin“ am Essener Aalto-Theater Foto: Forster

„Nie sollst du mich befragen, noch Wissens Sorge tragen, woher ich kam der Fahrt, noch wie mein Nam‘ und Art.“ Nein, das Essener Aalto-Theater hat in dieser Spielzeit keine Vertonung der Grimmʼschen Rumpelstilzchen-Geschichte im Programm. Jedenfalls nicht direkt. Dieses zentrale Zitat stammt aus Richard Wagners Oper Lohengrin, die seit Anfang Dezember das Essener Publikum spaltet.

von STEFAN KLEIN Weiterlesen

Parsifal – eine Antioper?

"Parsifal" am Schauspiel Essen Foto: Diana Küster

„Parsifal“ am Schauspiel Essen Foto: Diana Küster

Nach seiner beliebten Frankenstein-Inszenierung kehrt Gustav Rueb mit Parsifal, inspiriert durch Wagner und Tankred Dorst, zurück ans Schauspiel Essen. Den monumentalen Stoff um die Suche nach dem Heiligen Gral lässt er mit parodistischem Pathos auf den Zuschauer einprasseln. Was dem Abend jedoch – frei von konservativer Werktreue – fehlt, ist etwas Richtungweisendes, eine Portion Logik. Am Ende jubeln „Eingeweihte“, während ein Viertel des Publikums das Theater bereits in der Pause verlassen hat.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Vom Versuch, die Ordnung aufzubrechen

"Das Rheingold" bei der Ruhrtriennale Foto: JU/Ruhrtriennale

„Das Rheingold“ bei der Ruhrtriennale Foto: JU/Ruhrtriennale

Wagner ist umso mehr Wagner, je weniger er Wagner ist. So oder so ähnlich ließe sich der inszenatorische Ansatz von Johan Simons’ und Teodor Currentzis’ Interpretation von Das Rheingold bei der diesjährigen Ruhrtriennale zusammenfassen. Das volle Potenzial eines freieren Umgangs mit dem Werk wird, trotz stellenweiser Loslösung von der Partitur, nicht ausgeschöpft. Die Inszenierung gerät konventioneller als angekündigt, dennoch zeigt sie sich erfinderisch.

von CHRISTOFER SCHMIDT Weiterlesen