Neues von Gestern vom Tahrir-Platz

"Zawaya - Zeugnisse der Revolution" bei den Ruhrfestspielen Foto: Tamer Eissa

„Zawaya – Zeugnisse der Revolution“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Tamer Eissa

Was bleibt, gut vier Jahre nach dem Aufstand auf dem Tahrir-Platz? Mit dieser Frage kündigten die Ruhrfestspiele Zawaya – Zeugnisse der Revolution an. Eine Antwort gab die Aufführung nicht. Wie auch? Was hier als Nachlese lief, war 2012 eine erste künstlerische Reaktion.

von FABIAN MAY Weiterlesen

„Das ist (keine) Reklame für mein Haus“

Goldonis "Diener zweier Herren" bei den Ruhrfestspielen Foto: Reinhard Werner

Goldonis „Diener zweier Herren“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Reinhard Werner

Mit Goldonis Diener zweier Herren startet die 70. Spielzeit der Ruhrfestspiele in Recklinghausen. Das Motto dieser Theatersaison rund um Migration und Flüchtlingskrise, Mittelmeer – Mare Nostrum?, bleibt zwar weitestgehend unberücksichtigt, das Ensemble des Wiener Burgtheaters in der Regie von Christian Stückl glänzt aber mit derber Spielfreude und gelegentlichen Seitenhieben auf das politische Zeitgeschehen.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

The „Heavy Silence“ of a Tragedy

"Antigone" bei den Ruhrfestspielen Foto: Jan Versweyveld

„Antigone“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Jan Versweyveld

Der belgische Regisseur Ivo van Hove inszenierte für die diesjährigen Ruhrfestspiele in Recklinghausen Antigone von Sophokles. Van Hove bringt die großen Themen und Fragen der Tragödie insbesondere durch ein Gespür für die subtilen Nuancen und Ambivalenzen der Stückvorlage zum Vorschein. Antigones Welt ist klar, weit und still und bildet auf diese Weise einen Raum, in welchem Handlung und Sprache über sich hinauswachsen können.

Ein Rückblick auf die Inszenierung und ein Gespräch mit dem Regisseur.

von SILVANA MAMMONE Weiterlesen

Die letzten 90 Minuten im Leben der Emma Bovary

Madame Bovary bei den Ruhrfestspielen_Foto: Thomas Dashuber

Madame Bovary bei den Ruhrfestspielen Foto: Thomas Dashuber

Mateja Koležniks Inszenierung von Madame Bovary (nach dem gleichnamigen Roman von Gustave Flaubert, in der Bearbeitung von Albert Ostermaier) beginnt mit dem Ende der Protagonistin: Emma Bovary hat sich mit Arsen vergiftet. Ihr Todeskampf ist lang und qualvoll. Ihr Mann und der Doktor sind zwar bei ihr, können aber nichts mehr für sie tun. Sie nimmt deren Anwesenheit auch nicht mehr wahr, da ihr Leben in kurzen Fragmenten an ihr vorbeizieht. Und so wird das Publikum des Kleinen Theaters während der Ruhrfestspiele in Recklinghausen Zeuge des Beginns ihres Dramas.

von VERENA SCHÄTZLER Weiterlesen

Die Büchse der (un)begrenzten Möglichkeiten

Pandora 88   Foto: Aurora NovaIn dieser Woche präsentieren zwei renommierte Tänzer der Off-Szene und Mitbegründer der fabrik in Potsdam, Wolfgang Hoffmann und Sven Till, das Physical Theatre Stück Pandora 88 bei den Ruhrfestspielen. Seit nunmehr zwölf Jahren – Uraufführung war im Jahr 2003 – begeistern sie mit ihrer außergewöhnlichen Performance auf engstem Raum, die im Zuge des Fringe Festivals bei den Ruhrfestspielen gezeigt wird.

von SILVANA MAMMONE

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