„Wir haben Unterlassungssünden auf uns geladen“

Das "ZEIT Forum Kultur" bei der Ruhrtriennale Foto: Edi Szekely

Das „ZEIT Forum Kultur“ bei der Ruhrtriennale Foto: Edi Szekely

Im vielfältigen Programm der diesjährigen Ruhrtriennale darf auch ein Polit-Talk nicht fehlen. In Kooperation mit dem hiesigen Theaterfestival hat die ZEIT eine neue Auflage des ZEIT Forum Kultur ausgerichtet und über das Verhältnis von Geschichte und Gegenwart debattieren lassen.

von CHRISTOFER SCHMIDT Weiterlesen

Hummel und Orchidee

"Die Franzosen" bei der Ruhrtriennale Foto: Tal Bitton

„Die Franzosen“ bei der Ruhrtriennale Foto: Tal Bitton

Proust bei der Ruhrtriennale! „Nichts hätte selbstloser und beseligender sein können als die Träume, die jedes angekündigte Stück meiner Einbildungskraft schenkte und die für mich ihre Würze durch die Bilder erhielten, die sich unweigerlich gleichzeitig mit den Worten einstellten […].“ (Proust)
Krzystof Warlikowski versucht sich mit Die Franzosen an einem Stück Weltliteratur. Doch was bleibt vom Jahrhundertroman?

von KATJA PAPIOREK Weiterlesen

Die Welt ist seiner Hände Werk. Eine Reise ins (Er-) Schöpfungsgebiet Duisburg-Nord

"Die Schöpfung" bei der Ruhrtriennale Foto: Wonge Bergmann

„Die Schöpfung“ bei der Ruhrtriennale Foto: Wonge Bergmann

In Duisburg bietet das Collegium Vocale Gent seine berückende Interpretation von Haydns Schöpfung dar. Ein beeindruckender Film von Julian Rosefeldt zeigt parallel Bilder von der Erschaffung der Welt durch den Menschen. Dies alles in Duisburg-Hamborn, wo sie deutliche Spuren hinterlassen hat.

von STEPHANIE HEIMGARTNER Weiterlesen

Limbus, Langeweile und ein bisschen Monteverdi

"Orfeo" bei der Ruhrtriennale in der Kokerei Zollverein Essen Foto: JU/Ruhrtriennale

„Orfeo“ bei der Ruhrtriennale in der Kokerei Zollverein Essen Foto: JU/Ruhrtriennale

In der Mischanlage der Kokerei Essen gibt es dieses Jahr bei der Ruhrtriennale Orfeo zu hören. Nein, eher gibt es Eurydike zu sehen, die in der Regie von Susanne Kennedy, Suzan Boogaerdt und Bianca van der Schoot in vielfacher Ausführung in einer Vorhölle aus Plastik und hyperrealem 70er-Jahre-Design gefangen ist. Viel passiert hier nicht – dennoch: Das Konzept der Langeweile entpuppt sich zwar als zäh, aber durchaus auch als fesselnd.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Pasolini und Bach in Dinslaken

"Accattone" bei den Ruhrfestspielen Foto: Julian Röder

„Accattone“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Julian Röder

Die neue Ruhrtriennale unter Intendant Johan Simons wurde Mitte August an einem neuen Spielort eröffnet – der Zeche Lohberg in Dinslaken, am Rande des Ruhrgebiets. Nach einem kleinen Spaziergang durch die romantische Industriekulisse zur Kohlenmischhalle bekommt man hier Pier Paolo Pasolinis Accattone, inszeniert von Johan Simons, zu sehen und vor allem zu hören: Trotz sehenswerter Tableaus geht besonders die musikalische Live-Untermalung mit Kantaten von Johann Sebastian Bach unter die Haut.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Tanzt umschlungen in Bass und Licht!

Ritournelle

Ritournelle“ der Ruhrtriennale an der Jahrhunderthalle. Foto: Marcus Simaitis

Une Ritournelle – ein Lied, ein Refrain, ein sich wiederholendes Musikstück, zirkulierend, durchdringt es den frühen Abend und die Nacht in und rund um die Jahrhunderthalle. Nach dem Einläuten des Eröffnungswochenendes der Ruhrtriennale am Freitag durch Accattone in Dinslaken dient das ehemalige Industriegelände in Bochum in- und outdoor der Festivalnacht für elektronische Musik Ritournelle als Heimstatt. Imposant will man sie nennen, beeindruckend und laut.

von SYLVIA KOKOT Weiterlesen

Kreativer Kuschelkurs bei der Ruhrtriennale 2015

Intendant Johan Simons    Foto: Stephan GlaglaZu Beginn der Woche wurde in der Bochumer Jahrhunderthalle das Programm der Ruhrtriennale 2015 unter der neuen, auf drei Jahre befristeten Intendanz des niederländischen Regisseurs und Theatermachers Johan Simons vorgestellt. Simons, der zuvor Intendant der Münchner Kammerspiele war, stellt sein Schaffen und das Programm unter das Motto „Seid umschlungen“. Unter der neuen Leitung soll auch das Schauspiel wieder einen größeren Akzent erhalten. Gleich zwei Mammutprojekte werden in Angriff genommen: Werke von Marcel Proust und Émile Zola.

von NADINE HEMGESBERG und ANNIKA MEYER

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Kuriose Gleichzeitigkeit – essende Tänzer und tanzende Esser

manger bei der Ruhrtriennale 2014   Foto: Ursula KaufmannDas einzige, was der Jahrhunderthalle fehlte, war der Dauerlutscher. Am Samstag, den 27. September zeigte die Ruhrtriennale die Tanzperformance manger von Boris Charmatz. Das Stück überzeugte durch eine beeindruckende Gruppendynamik und den sichtlichen Willen, das Konzept des Körpers zu erforschen und an neuartige Grenzen zu führen. Eine Auslotung der alltäglichsten aller Handlungen – des Essens.

von SILVANA MAMMONE Weiterlesen

Das Leben ist schön! Ist das Leben schön?

Was ist falsch an einem unterhaltsamen Theaterabend? Muss eine Inszenierung heute immer unbequem sein? Bei Marketplace 76 von Jan Lauwers und Needcompany, uraufgeführt bei der diesjährigen Ruhrtriennale, bekommt man zumindest einen Sitzplatz und eine zusammenhängende Geschichte mit ästhetischen Bildern, die im Gedächtnis bleiben. Das besondere Zusammenspiel von Tanz, Gesang, Performance und bildender Kunst sowie ihre Mehrsprachigkeit zeichnen die international besetzte und fast 30 Jahren bestehende Needcompany aus und lassen auch diesen Theaterabend, trotz seiner Länge von zweieinhalb Stunden, zu einem kurzweiligen werden.

von GERDA LEVERS

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