Die Duftblumen im Trockengesteck

Das neue Buch Märzveilchen von Sarah Kirsch bemüht sich zwischen Naturbetrachtungen, Zeitgeschichte und Lyrik um Poesie.

Märzveilchen, so heißt die neueste Veröffentlichung längst geschriebener Vergangenheit aus Sarah Kirschs Feder, handelt es sich doch scheinbar um Tagebuchartiges der Autorin vom Dezember 2001 bis zum Herbst 2002. Was hier geboten wird, gibt sich also botanisch und verspricht einen besonderen Duft; doch dieser erscheint eher profan als betörend, eher ungewollt aufdringlich als gekonnt dezent.

Von SYLVIA KOKOT

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