49 Jahre seit Philip K. Dick und noch immer keine elektrischen Schafe!

Blade Runner 2049

Denis Villeneuves Blade Runner 2049 läuft seit dem 5. Oktober in den deutschen Kinos.

Hollywood hat es schon wieder getan. Nach Star Wars und Alien wurde jetzt der nächste Sci-fi-Meilenstein per Sequel aus den 70ern und 80ern ins 21. Jahrhundert gehievt: Denis Villeneuve wagt sich mit Blade Runner 2049 an eine Fortsetzung zu Ridley Scotts Blade Runner von 1982. Yay oder Nay? Eine Enttäuschung à la Star Wars: Episode I blieb uns immerhin erspart.

 

von CARO KAISER Weiterlesen

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„Planet Magnon“ – Unsere Gesellschaft im verzerrten Spiegel

Leif Randt - Planet Magnon   Cover: Kiepenheuer & WitschLeif Randts Parallelweltroman Planet Magnon ist wie ein verzerrt-verschwommener Spiegel, der dem Leser mit fast meditativer Gelassenheit ein überdrehtes Bild seiner eigenen Lebenswelt zeigt. Der mit einer Vielzahl an Referenzen ausgestattete Roman ist in vielerlei Hinsicht eine ungewöhnliche Erscheinung in der deutschen Literaturszene, die sich trotz kleiner Schwächen lohnt.

von SIMON SAHNER Weiterlesen

Die Möglichkeit eines Theaters

Die Mšöglichkeit einer Insel am Theater Dortmund   Foto: Birgit HupfeldNils Voges inszeniert mit dem Künstlerkollektiv sputnic am Schauspiel Dortmund frei nach dem Roman Die Möglichkeit einer Insel von Michel Houellebecq einen live animierten Trickfilm und sprengt damit die Grenzen von Theater, Film und Performance. Nach dem live animierten Film Minority Report oder Mörder der Zukunft (Regie: Klaus Gehre) ein weiterer spektakulärer Technik-Clou auf der Dortmunder Bühne.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen

Roboter in der Midlife-Crisis

Lescheks Flug  Quelle: Rotopolpress   Wenn in einem Literaturblog oder dem Feuilleton über deutsche Comics geschrieben wird, heißen diese in der Regel Graphic Novels und sollten dann im besten Fall nicht bunt, nicht lustig, nicht phantastisch, nicht erotisch, nicht spannend oder kreativ, dafür aber Deutsch-LK-tauglich sein. Lescheks Flug von Sebastian Stamm gehört definitiv nicht in diese Kategorie. Trotzdem sollte man hier durchaus einen Blick riskieren.

von LARS BANHOLD

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„Kunstdiskurs? Lass mal, es ist ein Roman“

Dietmar Dath - Feldeváye. Roman der letzten Künste   Cover: SuhrkampDietmar Daths Roman der letzten Künste stellt eine alte Frage: Braucht es Kunst und wenn ja wozu? Doch diejenigen, die sich in und auf Feldeváye mit der Suche nach einer Antwort (oder vielen) beschäftigen, können sich nicht darauf berufen, dass es Kunst gibt und sie deswegen notwendig ist oder dass man sich mit ihr beschäftigen muss, weil es sie gibt – denn sie leben in einer Welt, die die Kunst „überwunden“, weil „verwirklicht“ hat. Trotzdem taucht sie wieder auf und verführt diejenigen, die ihr begegnen dazu, nicht nur die Werke, sondern sich selbst und ihr Universum auf eine Weise zu hinterfragen, die ihre ganze Welt in Gefahr bringt.

von SOLVEJG NITZKE

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