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Sibylle Berg - Der Tag, als meine Frau einen Mann fand   Cover: Hanser VerlagSie ist, wenn man es mit einer dieser vom Feuilleton so heißgeliebten Vossianischen Antonomasien sagen möchte, das Trüffelschwein unter den Romanciers am schmuddeligen emotionalen Abgrund der heterosexuellen Paarbeziehung (und nicht nur da). Sibylle Bergs neuen Roman Der Tag, als meine Frau einen Mann fand muss man erst einmal aushalten können. Er liest sich mit all seinen fast aphoristischen Sätzen wie das kleine Poesiealbum des monogamen Scheiterns und des koitalen Irrsinns. Kurz: ein Genuss.

von NADINE HEMGESBERG

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Warum es keine Kolumnenvertretung geben kann, 3. KW

Die Vertretung brütet über dem Notizbuch   Foto: Sylvia KokotWas ist eine Kolumne? Etymologisch auf den Begriff der „Säule“ zurückführbar, handelt es sich im Druck lediglich um eine Satzspalte. Der Textumfang richtet sich also eigentlich nach Gestaltung und Maß des jeweiligen Presseerzeugnisses und nicht nach dem Gutdünken des sie produzierenden Autors. Das ändert sich natürlich mit den modernen Druckverfahren, spätestens mit dem Eintritt in das digitale Zeitalter – wann auch immer dieser passiert sein soll – und lässt ggf. eine gewisse Laxheit im Umgang mit der Zeichenzahl, auch in diesem Texterzeugnis, erkennen, was jedoch nicht unbedingt störend sein muss.

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