Waldens „Neue Welt“ bleibt zu entdecken

COVER_Stanley Cavell_Die Sinne von Walden_Matthes&SeitzAm Unabhängigkeitstag 1845 zieht Henry David Thoreau sich zurück in die Wälder von Concord, um sich dort eine Hütte zu bauen. Von diesem Experiment berichtet sein Buch Walden, ein faszinierendes, aber bis heute in der akademischen Philosophie kaum beachtetes Werk. In Die Sinne von Walden, das nun in deutscher Übersetzung bei Matthes und Seitz erschienen ist, erschließt der seinerseits noch viel zu wenig bekannte amerikanische Philosoph Stanley Cavell (*1926) den Gedankenreichtum von Thoreaus Text. Es handelt sich um ein „Traktat über politische Erziehung“ von ungebrochener Aktualität. Leider in einer äußerst enttäuschenden deutschen Übersetzung.

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Theorie-Bio-Graphie

EA_Thomä_Kauffmann_Schmid_24914_MR1.inddBeinahe müsste man für das Genre der in Der Einfall des Lebens. Theorie als geheime Autobiographie versammelten Texte einen neuen Namen erfinden, z.B. „theorie-bio-graphisch“. Die darin versammelten Autorenporträts spüren der Verschränkung von Theorie und Autobiographie bei 25 namhaften Denkern des 20. Jahrhunderts nach und bieten so nicht nur pointierte kleine Einführungen in deren Werk, sondern werfen auch ein neues Licht auf das Verhältnis von Leben und theoretischem Schreiben.

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Sokrates revisited

58605_Hampe(1)In Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik präsentiert der Zürcher Philosoph Michael Hampe seine Überlegungen zu den Hoffnungen für eine nicht-doktrinäre Philosophie in unserer Zeit. Sein Plädoyer für einen Pluralismus der Erkenntnisformen ist in der Kombination von pädagogischer Utopie und Kritik am akademischen Establishment überaus lehrreich. Und das ohne zu belehren.

von BERNHARD STRICKER

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