Hinter der Mauer lauern Liebe und Hass

Shakespeares "Romeo und Julia" am Schauspielhaus Bochum Foto: Thomas Aurin

Shakespeares „Romeo und Julia“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Thomas Aurin

Marius von Mayenburg inszeniert am Schauspielhaus Bochum den wohl bekanntesten Theaterklassiker überhaupt: Romeo und Julia. Was ihn am Stoff fasziniert, ist aber weniger die „Love Story“ als die düstere Omnipräsenz des Todes. Dank interessanter Regieeinfälle und engagierter Darsteller gelingt ein starker, unverschnörkelt-eindringlicher Shakespeare-Abend auf Niveau der besten Schaubühnen-Produktionen.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Keine schrecklich nette Familie

"Eine Familie (August: Osage County)" am Schauspiel Dortmund Foto: Birgit Hupfeld

„Eine Familie (August: Osage County)“ am Schauspiel Dortmund Foto: Birgit Hupfeld

Intrigen, Verlust und Abhängigkeiten in der Sommerhitze der Pampa Oklahomas – in Tracy Lettsʼ Eine Familie (August Osage County) kommen alte Wunden und Streitigkeiten wieder zum Vorschein, als sich Familie Weston zusammenfindet, um erst das Verschwinden, dann den Tod des Vaters zu verarbeiten. Sascha Hawemann inszeniert einen fast vierstündigen Abend, der zwar selten langweilt, aber das Dortmunder Ensemble nicht von seiner besten Seite zeigt.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Der Dichter und der Kritiker

Marcel Reich-Ranicki. Peter Rühmkorf. Der Briefwechsel.   Cover: Wallstein„Freunde waren sie nicht“, schreibt Stephan Opitz in seinem Nachwort zu dem mit Christoph Hilse herausgegebenen Briefwechsel von Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf. Und wahrlich ging es nicht immer freundschaftlich zu in der Korrespondenz des Leiters des Literaturressorts der eher konservativen Frankfurter Allgemeinen Zeitung und des Lyrikers „Roter Rühmkorf“ und Essayisten „von Gnaden“ – Mahnungen, verpasste Fristen, Entzücken und letztlich der Streit über Günter Grass’ Roman Ein weites Feld, der die beiden über Jahre entzweite.

von NADINE HEMGESBERG

Weiterlesen

Gemetzel und Gewissensfragen

Fein gegliedert und geistreich schreibt T. C. Boyle in Wenn das Schlachten vorbei ist über die Verantwortung der Menschen gegenüber der Natur und über diejenigen Menschen, die sich für die Natur einsetzen wollen. Leider gibt es ein großes Problem mit der Gattung Mensch im Allgemeinen: Sie hat die Fähigkeit, sich ihre eigene Meinung zu bilden…

von SARAH HERHAUSEN

Weiterlesen