Wut, Rage und Frustration

"Wut/Rage" bei den Ruhrfestspielen Foto: Krafft Angerer

„Wut/Rage“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Krafft Angerer

Als eine der zwei letzten Premieren der diese Spielzeit sehr politischen und überaus erfolgreichen Ruhrfestspiele wurde nun – zumindest in dieser Konstellation – eine Uraufführung aus dem Hamburger Thalia Theater auf die große Bühne in Recklinghausen gebracht: Sebastian Nüblings und Julia Lochtes Konglomerat Wut/Rage von Elfriede Jelinek bzw. Simon Stephens mag thematisch harmonieren, scheitert jedoch an der exzessiven Wiedergabe, die oft den brisanten Inhalt der Textfragmente ver- und überspielt.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Hitzige Bastardkomödie

"Don Giovanni. Letzte Party" wird bei den Ruhrfestspielen im Festspielhaus gezeigt. Foto: Torsten Janfeld

„Don Giovanni. Letzte Party“ wird bei den Ruhrfestspielen im Festspielhaus gezeigt. Foto: Torsten Janfeld

Bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen hatte eine umjubelte Produktion des Thalia Theaters Hamburg ihre „Pott“-Premiere: Don Giovanni. Letzte Party. Exzessive Spielfreude, bunte Kostüme und eine Menge (dilettantischer) Musikeinlagen rissen das – ungewöhnlich stark involvierte – Publikum wie zu Mozarts Zeiten buchstäblich von den Sitzen. Ob der Abend sonst noch irgendetwas erreichen wollte, steht in den Sternen.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Horváth und die Abrissbirne des Kapitalismus

"Kasimir und Karoline - Glauben Lieben Hoffen" am Thalia Theater Hamburg Foto: Krafft Angerer

„Kasimir und Karoline – Glauben Lieben Hoffen“ am Thalia Theater Hamburg Foto: Krafft Angerer

Gerade erst ist Jette Steckel mit dem Faust ausgezeichnet worden, nun bringt sie am Thalia Theater wild collagiert gleich zwei Stücke in einem von Ödön von Horváth auf die Bühne: Kasimir und Karoline – Glauben Lieben Hoffen. Ein Versuch, der der Regisseurin in der zweiten Hälfte des Stückes entgleitet.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen