Frauenleichen zu verkaufen

Yukio Mishima: Leben zu verkaufen; Cover: Kein & Aber Verlag

Mehr als 50 Jahre nach seiner Erscheinung in Japan gibt es nun erstmals eine deutsche Übersetzung von Yukio Mishimas spätem Roman Leben zu verkaufen. Die skurrile Geschichte um einen jungen Mann, der sein Leben an andere Menschen verkauft, bleibt leider unter den Möglichkeiten seiner ungewöhnlichen Prämisse. Außerdem: weibliche Pos.

Von CARO KAISER

Weiterlesen

Eine Asienrundreise der anderen Art

Christian Kracht: Der gelbe Bleistift; Cover: Kiepenhauer&Witsch

Christian Kracht nimmt den Leser in Der gelbe Bleistift mit auf eine Reise durch das Asien der späten Neunziger. In fast 20 Reiseberichten, die als Kolumne in der „Welt am Sonntag“ erschienen sind, bahnt er sich seinen Weg von Baku bis nach Tokio durch den bevölkerungsreichsten Kontinent. Die abwechslungsreichen Begegnungen mit den Menschen und Kulturen überraschen ihn immer wieder. Ob strenge Malaien, pakistanische Waffenhändler oder Hippies im indischen Goa – seine Reise ist lesenswerter denn je.

von JAN-NIKLAS DALLEY

Weiterlesen

Drei, zwei, eins…meins

"Shoplifters"

„Shoplifters“

Seine Familie soll man sich bekanntlich nicht aussuchen können. In seinem neuen Film Shoplifters hinterfragt der japanische Regisseur Hirokazu Kore-eda diese Binsenweisheit und stellt ohne große Rührseligkeit oder übertriebene Emotionalität einen alternativen Familienentwurf dar. 

von CARO KAISER Weiterlesen

Das kalte Herz der Stadt

Fuminori Nakamura: Der Dieb Cover: Diogenes

Fuminori Nakamura: Der Dieb Cover: Diogenes

Mit Der Dieb erscheint erstmals ein Werk des japanischen Erfolgsautors Fuminori Nakamura in deutscher Übersetzung. Ein spannender Krimi, ein magisches Märchen und ein bitteres Gesellschaftsportrait.

von ANNA KREWERTH Weiterlesen

Ein attraktives leeres Gefäß

Haruki Murakami Copyright Markus Tedeskino - Ag.Focus.jpg

Copyright: Markus Tedeskino – Ag.Focus

Haruki Murakamis bislang größter Erfolg zeigt einen Weltautor auf der Höhe seines Könnens“, wirbt der DuMont-Verlag. Muss man nicht so sehen. Man kann Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki aber trotzdem gut finden. Denn abseits von Handlung/Nichthandlung ist es ein bitterschönes Buch.

von FABIAN MAY

Weiterlesen

Fünf Freunde in Japan

Haruki Murakami Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki   Cover: DuMont-BuchverlagDie Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki führen von Japan nach Finnland und wieder zurück. Haruki Murakamis neuer Roman orientiert sich gen Westen. Befremdlich wirkt er trotzdem, da am Ende genauso viele Fragen stehen wie am Anfang. Ohne Zweifel tritt lediglich das große Thema des Textes zutage: die Einsamkeit.

von KARIN BÜRGENER

Weiterlesen

Familienchronik ohne vergilbten Sepiaton

Edmund de Waal nimmt den Leser in Der Hase mit den Bernsteinaugen mit auf eine Reise durch das Europa des 19. und 20. Jahrhunderts mit dem Ziel den Weg des Erbes seiner berühmten Familie nachvollziehen zu können. Es mag zunächst wie eine von vielen sentimentalen Familienbiographien klingen, doch de Waal nimmt sich vor „keine sepiagetönte Familiensaga, keine elegische mitteleuropäische Verlustgeschichte“ zu schreiben und schafft diesen Balanceakt mit Bravour.

von RICARDA ALTVATER

Weiterlesen