Mama, ich begrabe dich

Scholastique Mukasonga: Frau auf bloßen Füßen; Cover: Peter Hammer Verlag

In Frau auf bloßen Füßen erschreibt sich Scholastique Mukasonga den Grabstein für ihre Mutter, den sie ihr nie setzen konnte. Denn ihre Mutter Stefania fiel – wie Mukasongas gesamte Familie und über 800.000 andere Tutsi – dem Völkermord in Ruanda 1994 zum Opfer. Ihre Kindheit lässt Mukasonga in dieser Biografie wiederauferstehen: Traditionen und Aberglaube, die aufkommende Globalisierung – und inmitten dessen die ruandischen Tutsifrauen und die allgegenwärtige Todesangst.

von THOMAS STÖCK

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Wo Himmel und Erde aufeinander treffen

Buti_FlirrenHorizont_RZ02.inddRoland Buti beschreibt eine Welt, die im Begriff ist, vor Hitze zu zerfließen und Konventionen, Traditionen und gewisse Emotionen gemeinsam mit sich in den Untergang zu ziehen. Dieses existenzielle, schriftstellerisch exzellente Familiendrama wurde 2014 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet.

Von KARIN BÜRGENER Weiterlesen

Am Hofe des Dortmunder Balletts

Zum Anlass des bevorstehenden Endes der Spielzeit 2013/14 lud das Dortmunder Theater am letzten Samstag, dem 28. Juni zu seiner 19. Internationalen Ballettgala. Somit trafen sich dort eine beträchtliche Anzahl an berühmten Solistinnen und Solisten, um ihre jeweiligen Balletthäuser im funkelnden Licht zu repräsentieren.

Von SILVANA MAMMONE

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Konventionelles Beziehungsspektakel

Francesca Segal - Die Arglosen   Cover: Kein&AberIn Francesca Segals Debütroman Die Arglosen (The Innocents, 2012) werden wir mitten in die Verstrickungen, Traditionen und Dynamiken einer großen, lauten und liebenswerten jüdischen Familie befördert. Eine spannungsgeladene Dreiecksbeziehung bildet die Basis für Segals Roman, doch das eigentlich Fesselnde ist die sich entfaltende Familiengeschichte.

von KATHARINA WINTER

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