Doctor’s Diary (6): Wissenschaftlicher Rassismus

Hans Christoph Buch: Kain und Abel in Afrika; Cover: Volk und Welt

Wenn Rassismus als vermeintlich wissenschaftlich fundiertes Theoriegebilde daherkommt, dann fallen selbst gebildete Menschen darauf herein. Dies gilt nicht nur für vergangene Tage, sondern setzt sich bis in unsere heutige Zeit fort. Im Falle Ruandas sind selbst die Publikationen einiger renommierter Autoren bereits nach dem Genozid von 1994 genau solche Theorien verbreiten – und diese Theorien wirken nach. Eine Spurenlese.

von THOMAS STÖCK

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Doctor’s Diary (5): 1 Million Tote in 100 Tagen

Viele der ruandischen Traditionen sind durch die Kolonialisierung verlorengegangen. Dazu zählen auch die traditionellen Frisuren, amasunzu genannt.

Wer den Völkermord in Ruanda verstehen will, muss einen Blick in die Geschichte des Landes werfen. Und siehe da: Kolonialismus, Pseudowissenschaft, Machtausübung zu Lasten der Bevölkerung und am Ende überlässt man die Afrikaner sich selbst. Ruanda ist ein Paradebeispiel für die (Post-)Kolonialpolitik der europäischen Staaten – versagt haben sie alle. Inklusive der ruandischen Mehrheitsbevölkerung, die sich von den rassistischen Fantasien der Machthaber einlullen ließ.

von THOMAS STÖCK

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