Transparentes Theatertreiben

Philipp Noack, Raphaela Möst, Lisa Henrici, Ines Krug in der Uraufführungsinszenierung "Ich habe nichts zu verbergen - Mein Leben mit Big Data" (UA) von Hermann Schmidt-Rahmer; Regie: Hermann Schmidt-Rahmer

Philipp Noack, Raphaela Möst, Lisa Henrici, Ines Krug in „Ich habe nichts zu verbergen – Mein Leben mit Big Data“ (UA) von Hermann Schmidt-Rahmer; Schauspiel Essen – Foto: Martin Kaufhold

Nachhilfe in Sachen Medienkompetenz gefällig? In Ich habe nichts zu verbergen – mein Leben mit Big Data beleuchtet das Schauspiel Essen schlaglichtartig das Ineinandergreifen von informationstechnologischem Wandel und unserem Alltag. Was seicht beginnt, entwickelt binnen kürzester Zeit einen beklemmenden und tragikomischen Sog.

von CHRISTOFER SCHMIDT Weiterlesen

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Ich weiß, was du nächsten Freitag tun wirst

Björn Gabriel als Chief John Anderton   Bild: Birgit HupfeldIm kleinen Studio des Schauspiel Dortmund inszeniert Klaus Gehre Spielbergs Minority Report in Form des Live-Films Minority Report oder Mörder der Zukunft. Viel Technik, witziger Trash und die Erkenntnis, dass Philip K. Dick nie so aktuell war wie heute. Und Klaus Gehre ebenso wie Intendant Kay Voges ein gutes Gespür für wichtige gesellschaftliche Themen beweist.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen

„Hamlet“ Tag und Nacht

Hamlet„Wir machen jetzt politisches Theater“, skandieren Wum und Wendelin am Ende eines ebenso kurzweiligen wie bedrückenden Theaterabends: Massenüberwachung, Mord, Reality-TV, Krieg gegen den Terror, Selbstoptimierung und Cyborgism. Der Mensch, das überforderte Tier, und die durch die Medienkanäle sausende Datenflut – Fluch und Segen. Regisseur und Intendant des Schauspiels Dortmund Kay Voges mit einer für ihn gewohnt videolastigen Inszenierung des Shakespearestoffs.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen

„Wir werden gelesen!“

Lesart Spezial "Big Data" am 28.01.14   Bild: © Lara TheobaltBeim Lesart Spezial am vergangenen Dienstag im Casa Essen lud Prof. Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen. Thema der Runde: „Big Data“, also das Sammeln und Auswerten enormer Datenmengen, das schon vor Snowden unsere Gegenwart prägte. Es diskutierten Frank Schirrmacher und Manfred Schneider, Letzterer begreift in seinem Buch Transparenztraum. Literatur, Politik, Medien und das Unmögliche das Phänomen „Big Data“ als ein kulturelles und stellt es in eine Genealogie mit literarischen Utopien, der philosophischen Zeitenwende und der französischen Revolution.

von LARA THEOBALT

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Auf ein literarisches Schnittchen KW 50

Platte mit Schnittchen   Quelle: User 4028mdk09 WikimediaGestatten: Hemgesberg. Ich lade Sie hier und heute auf ein einfaches Häppchen, das Schnittchen der vergangenen Woche ein – die vielleicht langweilig anmutende, doch vieldiskutierte Scheibe Brot aus dem Literaturbetrieb. Setzen Sie sich, es ist genug geschehen in dieser Welt der intellektuellen Protestierer und Stöcke-und-Steine-ins-wissenschaftliche-Getriebe-Schmeißer, damit wir ein wenig plaudern können: 562 internationale AutorInnen sprechen sich gegen Überwachung aus, die wissenschaftlich kommentierte, kritische Ausgabe von Hitlers Mein Kampf wird nicht weiter finanziert und ein vorzeitiger Jahresrückblick.

von NADINE HEMGESBERG

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Auf einen literarischen Fleischsalat 40. KW

Für mehr komische Vögel, auch in der Literatur: Der Sekretärsvogel   Quelle: Wikimedia

Gestatten: Hemgesberg. Ich lade Sie hier und heute auf den literarischen Fleischsalat der vergangenen Woche ein – kleine, gut gewürzte Häppchen aus dem Literaturbetrieb. Setzen Sie sich, es ist genug geschehen in dieser Welt der Buchstaben, damit wir ein wenig plaudern können: Nobelpreis-Säbelrasseln, Einreiseverbote und seltsame Vögel.

von NADINE HEMGESBERG

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