„I became insane, with long intervals of horrible sanity.“

Edgar Allan Poe (18091849) wenige Monate vor seinem Tod

Das titelgebende Zitat stammt aus der Feder Edgar Allan Poes, den heute vor 173 Jahren ein noch immer ungeklärter Tod ereilte. Das Ende des Autors von Geschichten wie The Fall of the House of Usher ist ebenso mysteriös wie das Schicksal und die geistige Verfassung vieler seiner Erzählfiguren. In seinem Werk spielen Wahnsinn und die Psyche eine große Rolle, die Leser*innen werden regelmäßig mit Übernatürlichem, Mord und (vermeintlicher?) Auferstehung konfrontiert. Doch warum setzt sich Poe vorwiegend mit diesen Themen auseinander? Im heutigen Porträt wollen wir gemeinsam einen Blick auf das Leben dieses trotz seiner psychischen Instabilität erstaunlich produktiven Schriftstellers werfen.

von AIVE JÜRGENS

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Des Rätsels Lösung – der Spannung Verfall? 

Marie Benedict: Mrs. Agatha Christie; Cover: Kiepenheuer & Witsch

Nimmt man eine der bekanntesten Krimiautorinnen als Protagonistin des eigenen Romans, gleicht das Schreiben eines solchen dem Spiel mit dem Feuer. Die Erwartung an den Roman Mrs Agatha Christie selbst, aber auch Marie Benedicts Schreibweise ist hoch. Kann der Roman dem gerecht werden und das bis heute ungelöste Rätsel um das kurzzeitige Verschwinden der Autorin einen spannenden Roman entwickeln oder lodert die Flamme der Erwartung zu stark?  

von SASKIA BRÜNGER

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The Importance of Being Ernest

Passfoto Ernest Hemingways im Jahre 1923. Zu dieser Zeit hielt er sich in Paris auf.

Vor genau 123 Jahren erblickte Ernest Miller Hemingway das Licht der Welt. Bekannt ist er uns heute nicht nur für seinen reduktionistischen Schreibstil, der uns als Eisberg-Theorie geläufig ist. Auch war er ein prototypischer Macho, dessen Figuren genau die Werte verkörpern, die auch Hemingways öffentliches Bild prägten. Doch trotz ihrer Chauvi-Attitüde lässt sich seinen Werken weiterhin viel Positives abgewinnen.

von THOMAS STÖCK

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Die Grande Dame der amerikanischen Literatur

Siri Hustvedt 2019 beim LitteratureXchange Festival in Aarhus, Dänemark; Foto: Hreinn Gudlaugsson; Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

Wie werden Menschen zu denen, die sie sind? Was macht ein Kunstwerk mit dem Betrachter? Wie funktionieren Erinnerungen, das Gehirn und der Geist? Diese Fragen bestimmen das Werk von Siri Hustvedt. Die Autorin spielt virtuos in ihren Romanen und Essays mit Themen der Philosophie, Kunst und der Neurowissenschaften, sowie der Psychoanalyse. Ihre Produktivität ist enorm und ihr Werk reißt einen mit in die Welt von Figuren, die auf der Suche nach Sinn sind. Wenn Sie die Dinge gerne hinterfragen, dann lesen Sie Siri Hustvedt!

von LISA THEISSSEN

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Die Langsamkeit der 1970er

Jonathan Franzen: Crossroads; Cover: Rowohlt Verlag

In Crossroads, dem Auftakt zur Trilogie Ein Schlüssel zu allen Mythologien, beginnt Jonathan Franzen sein Opus Magnum in Form eines Familienromans in epischer Breite. Herz des Werks ist die Familie Hildebrandt in einem Vorort von Chicago im Jahr 1971. Nach dem Lesen der über 800 Seiten ist man ein Teil der Familie und ihrer Moral- und Glaubenskrise geworden – und will mehr. Franzen hat, wie gewohnt, ein Meisterwerk der psychologischen Betrachtung des Topos Familie geliefert.

von LISA THEISSEN

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Türchen 13: Eine Reise in unser Selbst

James R. Dotys Roman Into the Magic Shop. A neurosurgeon’s true story of the life-changing magic of mindfulness and compassion erzählt die Geschichte des 12-jährigen Jim, dessen Leben sich durch Mitgefühl und Güte eines Tages verändert. Ein Roman, der Wissenschaft, Inspiration sowie Magie verbindet und gleichzeitig praktische Tipps zur Meditation gibt.

von CELINA FARKEN

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Türchen 10: „Auf die Sterne, die zuhören, und auf die Träume, die in Erfüllung gehen.“

Krieg zwischen Menschen und Feen, ein Mädchen und ein Feen-Prinz… So fangen viele Fantasy-Romane an. Sarah J. Maas jedoch bietet mit Das Reich der Sieben Höfe durch ihren detailreichen Schreibstil und eine außerordentlich komplexe Geschichte ein erfrischendes Fantasy-Leseerlebnis an.

von JENNIFER TOMME

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Türchen 8: Zeitalter kommen und gehen…

Draußen wird es früh dunkel, der Duft von Lebkuchen und Punsch erfüllt den Raum und Kerzenschein flackert an den Wänden, taucht alles in orangerotes, geheimnisvolles Licht. Finden Sie nicht auch, dass der Winter die optimale Jahreszeit für einen guten Fantasyroman ist? Ihr Blick wandert zu Ihrem Bücherregal, aber an einer erneuten Lektüre von Ihrer liebsten Fantasy-Reihe haben Sie kein Interesse? Kein Problem! Denn Das Rad der Zeit von Robert Jordan ist eine perfekte Empfehlung für alle Liebhaber von Orks, Zauberern und Co. 

von VIKTORIA GORETZKI

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