Theorie als Gebrauchsgegenstand

Philipp Felsch - Der lange Sommer der Theorie   Cover: C.H. BeckIn Der lange Sommer der Theorie erzählt der Berliner Kulturhistoriker Philipp Felsch die Geschichte des kleinen Westberliner Merve Verlags, dessen bunte Theorie-Bändchen schon seit Langem Kultstatus besitzen. Anhand der Erfolgsgeschichte dieses Verlags gelingt es dem Autor in fesselnder Manier, einem Phänomen historische Anschaulichkeit zu verleihen, das heute nur mehr in Hörsälen und Seminarräumen ein immer kläglicheres Dasein zu fristen scheint, aus der linksintellektuellen Szene der 60er bis 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts aber nicht wegzudenken ist: der Theorie-Euphorie.

von BERNHARD STRICKER Weiterlesen

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Anleitung für einen Verriss

Vishniou Brennesselhaus   Quelle: luxbooksSetzt man voraus, dass eine Rezension in erster Linie ein Ausdruck der Marktlogik ist und infolgedessen jeder Leser wie ein Konsument behandelt wird, dem man klar machen muss, inwiefern sich die Investition von Geld (und Zeit) lohnen wird, dann erfüllt der Verriss die Funktion einer Warnung: Wer dieses Buch kauft, könnte sein Geld genauso gut verbrennen! Am Beispiel von Zmicier Vishnious Roman Das Brennesselhaus soll gezeigt werden, warum man die aufgerufenen zweiundzwanzig Euro und achtzig Cent sparen sollte.

 

von KAI FISCHER

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Auf eine literarische Lustwandelei, 16. KW

Bildausschnitt von der Crowdfunding-Aktion via startnext Gestatten Hemgesberg. Kommen Sie mit auf eine Landpartie und Lustwandelei eines gefallenen Mädchens, pilgern Sie mit, werden Sie Zeuge, wie die wandelnde Bordsteinschwalbe und Hebamme kruder Wortungetüme zur Pilgerin der Herzen wird. Auf ihren Bannern schwingt: Ist die Satire in Gefahr?

von NADINE HEMGESBERG

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Auf einen literarischen Tomate-Mozzarella-Turm KW 1

Tomate-Mozarella-Turm   Foto: Rainer Sturm / pixelio.deGestatten: Hemgesberg. Ich lade Sie hier und heute auf ein getürmtes Häppchen, die Tomate-Mozzarella-Kreation der vergangenen Woche ein – den Turmbau zu Babel aus dem Literaturbetrieb. Setzen Sie sich, es ist genug geschehen in dieser Welt der alternden LiteraturkritikerInnen und jungen VerlegerInnen, damit wir ein wenig plaudern können: Jo Lendle übernimmt bei Hanser, Hellmuth Karasek wird 80 und alle guten Vorsätze sind auf nächstes Jahr verschoben.

von NADINE HEMGESBERG

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