Wut, Rage und Frustration

"Wut/Rage" bei den Ruhrfestspielen Foto: Krafft Angerer

„Wut/Rage“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Krafft Angerer

Als eine der zwei letzten Premieren der diese Spielzeit sehr politischen und überaus erfolgreichen Ruhrfestspiele wurde nun – zumindest in dieser Konstellation – eine Uraufführung aus dem Hamburger Thalia Theater auf die große Bühne in Recklinghausen gebracht: Sebastian Nüblings und Julia Lochtes Konglomerat Wut/Rage von Elfriede Jelinek bzw. Simon Stephens mag thematisch harmonieren, scheitert jedoch an der exzessiven Wiedergabe, die oft den brisanten Inhalt der Textfragmente ver- und überspielt.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Stoischer Realismus

COVER_Williams_Butcher's Crossing_dtvDie Wiederentdeckung von John Williams’ lange nur als Geheimtipp gehandeltem Roman Stoner (1965) sorgte 2013 im deutschen Feuilleton für Furore . Seit Kurzem liegt nun auch Williams’ früherer Roman Butcher’s Crossing (1960) in deutscher Übersetzung vor. Wenn es sich bei diesem Western auch um einen ganz anderen Roman handelt als bei Stoner, so verdient er doch eine keineswegs weniger enthusiastische Aufnahme.

von BERNHARD STRICKER
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Zone One. Zoned Out.

Colson Whitehead - Zone One   Cover: HanserZombie-Geschichten können vieles sein: unfreiwillig komisch, dünn geplottet, geschmacklos – langweilig sind sie jedoch selten. Aber es gibt ihn, den blutleeren Wiedergänger. Den intellektuellen Zombie. Keine Rezension, sondern Resignation zu Colson Whiteheads Zone One.

von YANNICK SIEVERS Weiterlesen

Fünf Freunde in Japan

Haruki Murakami Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki   Cover: DuMont-BuchverlagDie Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki führen von Japan nach Finnland und wieder zurück. Haruki Murakamis neuer Roman orientiert sich gen Westen. Befremdlich wirkt er trotzdem, da am Ende genauso viele Fragen stehen wie am Anfang. Ohne Zweifel tritt lediglich das große Thema des Textes zutage: die Einsamkeit.

von KARIN BÜRGENER

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Amy Hempel will blow your mind

Amy Hempel - Die Ernte   Cover: LuxbooksSie lässt ihre Sätze und Buchstaben auf einer Rasierklinge tanzen: Der erzählerische Minimalismus von Amy Hempel wird die Leserschaft nicht unbeschadet zurücklassen. Die US-amerikanische Schriftstellerin ist in Deutschland fast gänzlich unbekannt. Ein Umstand, der sich schleunigst ändern sollte.

von NADINE HEMGESBERG

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