In der lesBar mit Heiner Müller und einer gehörigen Portion Fatalismus

Apokalypse Sonnenuntergang Fatalismus Weltende

Ein viel gebrauchtes Zitat, ein DDR-Dramatiker, ein Revolutionsstück, eine Romanverfilmung, eine Steckbrieffrage, ein toxisch gewordener Diskurs, eine musikalisch begleitete Apokalypse, eine alkoholisch begleitete Apokalypse, ein aufmunternder Abbinder. Herzlich willkommen zum Tanz auf dem Vulkan in der lesBar!

von NICK PULINA

Weiterlesen

Stottern als Stilmittel

Jeff Chi: Who’s the Scatman?; Cover: Zwerchfell

Who’s the Scatman? heißt Jeff Chis kurzweilige Graphic-Novel-Biografie des US-Amerikaners John Larkin, der durch seinen Song Scatman Berühmtheit erlangte. Larkins unfreiwilliges Markenzeichen, das Stottern, wird in seiner Biografie zum alles bestimmenden Parameter – in der Kindheit ausgegrenzt, im Erwachsenenalter aufgrund der abgehackten Ausdrucksweise der eigenen Scham ausgesetzt, erhebt Larkin sein Stottern zum musikalischen Alleinstellungsmerkmal in Form der Jazzimprovisation des Scat.

von THOMAS STÖCK

Weiterlesen

Türchen 21: Zwischen Sakrileg und Sichtbarkeit

Wagnersound mal anders – die Deutsche Oper am Rhein traut sich, die Partitur des ‚Meisters’ anzurühren und schafft dabei pandemiebedingt ein Opernwerk, wie es so noch nie zu erleben war. Tristan ist psychologisch, beziehungsgetrieben und gänzlich unerhört. Das Experiment glückt auf ganzer Notenlinie!

von NICK PULINA

Weiterlesen

in der lesBar mit Philip Glass und der Domaine Zind-Humbrecht

Kolumne Akhnaten Met New York Metropolitan Opera Philip Glass

Eine ultimative Lobhudelei.

von NICK PULINA

Weiterlesen

In der lesBar mit dem Publikum der letzten Wochen und Schloss Vaux

Ein pandemiegeprägtes Auditorium, eine nie dagewesene Gnade, eine wasserreiche Metapher, ein finnischer Landschaftskomponist, ein sägender Violinist, ein aufstehender Gast, eine schreiende Frau, eine Schar überzeugender Studierender, ein rotierender Regisseur, eine Einsicht mit Besserung, eine objektophile Mörderin, eine metallene Schwangerschaft, ein unvergesslicher Kinoabend, ein destruktiver Kolumnist und ein alles rettender Schaumwein. Willkommen beim Gossip-Abend in der lesBar!

von NICK PULINA

Weiterlesen

Kolumne: in der lesBar mit Christa Ludwig und Carl Ehrhard

Eine verstorbene Legende, eine kritische Dame, ein untergehender Zweig der Musik, eine intime Konzertatmosphäre, ein süßer Trunk zum Schwelgen, ein Ende und die Lücke, die dieses hinterlässt. Eine Trauerfeier in der lesBar.

von NICK PULINA

Weiterlesen

Cleopatrick – Der Traum vom Rockstar-Dasein

Cleopatrick aus Kanada versetzten das Kölner Studio in Ekstase

Cleopatrick aus Kanada versetzten das Kölner Studio in Ekstase

Zwei Jungs aus Cobourg, Kanada, entschließen sich 2017, dem Ernst der Musikbranche entgegenzutreten und präsentieren ihre ersten Lieder auf Spotify, in der Hoffnung, irgendwann groß rauszukommen. Ein Jahr später kündigen sie ihre Jobs, sind auf ihrer ersten Europa-Tour und können ihr Glück noch gar nicht in Worte fassen. Ich darf Luke Gruntz und Ian Fraser an ihren beiden ersten Tagen in Köln begleiten und das erste Deutschland-Konzert der aufstrebenden Rocker im Studio 672 miterleben.

von KAMILA DOBNER Weiterlesen

Incubus ‒ Von alten Hits über Schwärmereien und den guten Zweck

Incubus, x-why-z Konzertagentur GmbH & Co. KG.

Nach sieben Jahren Abwesenheit in Köln lassen Incubus die Menge wieder mitrocken und in Nostalgie schwelgen. Die kalifornische Band, die 1991 von dem Sänger Brandon Boyd, dem Gitarristen Mike Einziger und dem Schlagzeuger Jose Padillas gegründet wurde, feiert seit ihrem dritten Album Make Yourself auch Erfolge in Deutschland. Seitdem sind 19 Jahre vergangen, doch das Alter lassen sich die Bandmitglieder nicht anmerken. Mit der australischen Sängerin Ecca Vandal und ihrer Band mischen sie gemeinsam das Kölner Publikum richtig auf. Samt der Vorstellung des neuen Albums 8 dürfen die Fans zu alten Hits wie Megalomaniac oder Drive mitsingen.

von KAMILA DOBNER Weiterlesen

Jetzt singt er auch noch

Bill Murray und Jan Vogler mit "New Worlds" bei den Ruhrfestspielen Foto: Peter Rigaud

Bill Murray und Jan Vogler mit „New Worlds“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Peter Rigaud

Hollywood-Superstar Bill Murray hat zusammen mit dem deutschen Cellisten Jan Vogler ein Musik- und Literatur-Crossover-Album aufgenommen, mit dem sie aktuell um die Welt touren. Ein Zwischenstopp sind die Ruhrfestspiele in Recklinghausen, wo sie das Publikum auf ihrer Seite haben, auch wenn nicht immer ganz klar ist, warum. New Worlds ist ein spannender Theater-/Konzert-Abend, der jedoch ein wenig Nachbereitung bedürfte, damit er sich einem ganz erschließen kann. 

von STEFAN KLEIN Weiterlesen

Am Ende waren alle zufrieden

Leonard Bernstein Foto: Jack Mitchell

Leonard Bernstein Foto: Jack Mitchell

Mit Thomas Hampson konnte die Essener Philharmonie nicht nur einen gefragten Sänger, sondern auch einen Weggefährten Leonard Bernsteins für ein Konzert gewinnen. Der Liederabend To Lenny with Love kann immer dann überzeugen, wenn der charmante Amerikaner persönliche Anekdoten vom Komponisten erzählt, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Während die erste Hälfte des Konzertes mit Mahler-Liedern eine fast unangenehme Atmosphäre hat, sind die Besucher nach der Pause ganz auf der Seite Hampsons. 

von STEFAN KLEIN Weiterlesen