Könnt ihr euch noch an das Buch erinnern, das eure Leidenschaft für das Lesen geweckt hat? In der heutigen Podcastfolge schwelgen wir zusammen in Nostalgie. Wir sprechen über das Buch, das uns langfristig von diesem Hobby überzeugt und den Grundstein für unseren Weg in die Literatur gelegt hat.
Pflichtlektüre – Die Redaktion empfiehlt…
Ein neues Semester steht vor der Tür und damit – zumindest in der Literaturwissenschaft –eine lange Leseliste. Teilweise steht die Auswahl schon vor der ersten Sitzung, und man weiß, worauf man sich einlässt, manchmal wird aber auch erst dann gemeinsam ein Lektüreplan erstellt. Neben Theorietexten darf Primärliteratur natürlich nicht fehlen. Vielleicht sind einige Werke bereits bekannte Klassiker, die man möglicherweise schon zuhause im Regal stehen oder gelesen hat, häufig kann man durch ein Seminar aber auch neue Literatur entdecken. Manchmal muss man sich durch einen Stapel Bücher quälen, manchmal entdeckt man aber auch neue Lieblinge.
Und genau darum soll es heute gehen. Die Redaktion stellt vor, welche Pflichtlektüren im Gedächtnis geblieben sind, welche man vielleicht vorher nie aufgeschlagen hätte, oder einfach komplett untergegangen sind.
Wer ist Marceau Miller?
Das letzte Buch von Marceau Miller ist gleichzeitig das erste, welches der Autor als Marceau Miller veröffentlicht hat. Romanfigur und Autor tragen denselben Namen, der Titel ist der gleiche wie der eines Manuskripts im Roman. Die Leseerfahrung ist genauso mysteriös wie der Hintergrund des echten Werkes.
von LENA MELZER
Aller Anfang ist schwer (8): We have always lived in the castle
Was macht einen guten Romananfang aus: Eine spannende Kapitelüberschrift? Ein Prolog? Der erste Satz? Zu allem davon kann man wahrscheinlich ‚Ja‘ sagen. Es gibt viele Elemente, die den ersten Leseeindruck beeinflussen. Das kann mitunter schon das Layout oder die Widmung sein. Aber der erste Satz leistet dann doch etwas mehr als alles andere. Er gibt einen ersten Eindruck davon, was einen erwartet, sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Mit einem richtig guten ersten Satz kann ein Buch bereits vor der Veröffentlichung Begeisterung entfachen.
von DARIA LEHMANN
Die ewige Wiederkehr
Amélie Nothomb führt uns in Die unmögliche Rückkehr durch Japan und lässt uns an ihren Erinnerungen teilhaben, während sie das Land der aufgehenden Sonne mit neuen Augen wieder für sich entdeckt. Die Reise nach Japan lässt Nothomb in Nostalgie schwelgen. Die Besuche zu den Tempeln und das Spazieren in ihrer alten Heimat erfüllen sie mit einer Melancholie, die diese Führung durch das Land zu einer ganz besonderen macht.
von SELIN DEMIR
(Phantastische) Literatur, die sich wie Urlaub anfühlt – Die Redaktion empfiehlt…
Der August bringt nicht nur Hitze, sondern auch Urlaubsstimmung mit sich. Aber wir können natürlich nicht alle den ganzen August lang unterwegs sein. Viele müssen weiterhin arbeiten, oft fängt auch die Schule schon wieder an und als Student/in hat man noch die ein oder andere Hausarbeit, an der man sitzt. Kurzum, Reisen ist nicht immer möglich.
Und genau da kommen die Bücher aus diesem Empfehlungsbeitrag zu Hilfe, denn sie bieten eine Auszeit vom Alltag und fühlen sich an, als wäre man nicht in seinen gewohnten vier Wänden. Das Beste daran: Bücher kann man ganz einfach mitnehmen. Es ist also möglich, mal eben in der Mittagspause dreißig Minuten Urlaub zu machen und danach ganz entspannt die Arbeit wieder aufzunehmen. Die heutigen Lektüren entführen euch zu anderen Orten und zu unbekannten Welten und lassen euch den Alltag für eine Weile vergessen. Der Urlaub zum Mitnehmen quasi.
Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 049: Wassermotivik

Gulf of Thailand –
Foto von Tom Winckels auf Unsplash
Habt ihr euch schon einmal Gedanken gemacht, inwieweit euch das Wasser sprachlich, aber auch als Motiv in Literatur, Musik und Film entgegenkommt? Heute wollen wir euch die Spannweite an Möglichkeiten vorlegen und aufzeigen, wie Autor*innen das Wasser in all seinen Facetten und mit seinen Bewohner*innen nutzen. Wir haben uns mit Sprichwörtern, Musik, Jugendliteratur und Romanen beschäftigt, die Wasser als zentralen Gegenstand nutzen oder dieses als Spannungsfeld einbauen, um mystische Handlungsstränge zu vermitteln.
„Es ist etwas Irrationales an der Schönheit, wenn sie einen so unversehens anspringt.“
Die eigenen Träume erscheinen oft so weit weg und so unerreichbar. Writers & Lovers erzählt von einer jungen Frau, die mit aller Verzweiflung versucht, ihrem Traum hinterherzurennen, obwohl das Leben ihr viele Steine in den Weg legt. Lily King erinnert in ihrem Roman daran, dass Träume nicht einfach weggeworfen werden sollten, egal wie versperrt der Weg dorthin auch erscheinen mag.
von JETTE ANNA HEYER
Ein Abstieg in den Wahnsinn

Mona Awad, simonandschuster.com.au
Ihr neuester Roman We Love You, Bunny dominierte Wochen nach Erstveröffentlichungsdatum im September sämtliche Bestsellerlisten. Zwei ihrer Romane sind im Begriff, verfilmt zu werden. Margaret Atwood bezeichnete sie als ihre literarische Erbin: Mona Awad zieht mit ihren Gothic-inspirierten Erzählungen momentan alle in ihren Bann. Zeit, sich die kanadische Autorin mal näher anzusehen.
von HELENA KOPPE
Wie angelt man sich eine beste Freundin?
Nach Butter kam dieses Jahr mit Tokyo Girls Club Asako Yuzukis zweiter ins Deutsche übersetzter Roman heraus – und dass, obwohl Tokyo Girls Club auf dem japanischen Markt bereits zwei Jahre vor Butter erschien. Geschuldet ist die internationale Veröffentlichung dem Fakt, dass Butter zum Bestseller und BookTok-Liebling avancierte. Wie in ihrem Welterfolg hält Yuzuki nun auch in Tokyo Girls Club der japanischen Gesellschaft den Spiegel vor: Schönheitsideale, Konkurrenzdenken und allen voran das Thema soziale Isolation unter Frauen werden auf überspitzte Weise von ihr karikiert.
von VICTORIA ZUBER







