Mit der lesBar im römischen Exil

Ein neuer Tourismus, ein überfülltes Land, ein Ausgestoßener, eine kaputte Stadt mit alten Häuschen, ein unflexibles Sternerestaurant, ein Hauch von Heimat, ein bemühter Kellner, ein orangefarbenes Manna und eine gehörige Portion Ironie. Begleiten Sie mich in die Exil-lesBar und freuen Sie sich über ein Stück Deutschland in der Fremde!

von NICK PULINA

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Stoner und das Stück vom Glück

John Williams: Stoner; Cover: dtv

Missouri, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: Ein junger Farmer verliebt sich in die englische Literatur. Anstatt in der Landwirtschaft sieht William Stoner sein Leben an der Universität. John Williams erzählt in seinem Roman Stoner – erstmals 1965 erschienen – über eine Suche nach Glück, den Sinn des Lebens und die Frage, was man aus dem erschafft, was das Leben einem zuteilt.

Von VIKTORIA GORETZKI

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In der lesBar mit Dorothy Parker und Reichsrat von Buhl

Dorothy Parker: „New Yorker Geschichten“, Zürich/Berlin 2017.

Eine bibliophile Angst, ein Sportschuhproblem, eine Cremesuppe, ein reifer Riesling, eine bitterböse New Yorkerin, eine Orgie in der Buchhandlung, ein mysteriöser Verlust von Zeit und ein fehlgeschlagenes Multitasking. Lernen Sie in der lesBar aus meinen Fehlern!

von NICK PULINA

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Die Variation der Liebe und das Paradox des Todes

Gabriele von Arnim: Das Leben ist ein vorübergehender Zustand; Cover: Rowohlt

In Gabriele von Arnims Das Leben ist ein vorübergehender Zustand darf man die Autorin ein kurzes Stück durch die zehn Jahre begleiten, die sie ihren Mann nach zwei schweren Schlaganfällen pflegt und liebt. Es ist ein trauriger, leiser, mutiger und poetischer Weg mit einer exorbitanten Intensität in der Sprache, den man mit der Autorin geht.

von LISA THEISSEN

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Kolumne: In der lesBar mit Brecht, Bruinier und Laura Weber

Eine lyrische Vorstellung, eine antilyrische These, ein weltbewegendes Gedicht, eine poetische Überführung und Ihre Reservierung in einem Etablissement, in dem die Grenzen der Gattungen überschritten werden: Willkommen in der lesBar, liebe Kolumnauten!

von NICK PULINA

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In eigener Sache: Gegen die Krise anschreiben

Ruhig ist es um uns geworden – zu ruhig. Seit Gründung des Blogs literaturundfeuilleton haben sich viele Komparatistinnen und Komparatisten daran versucht, Bücher, Theateraufführungen, Filme, Musikerscheinungen und weitere kulturelle Ereignisse über den grünen Klee zu loben oder in der Luft zu zerreißen. Damit das auch in Zukunft so bleibt (oder wieder so wird), möchten wir uns ein Stück weit neu erfinden und uns doch nach bestem Wissen und Gewissen treu bleiben.

von der REDAKTION Weiterlesen

Bücher hamstern statt Klopapier – Teil II: Freiwillige Isolation

In der Corona-Krise wird dazu geraten, soziale Kontakte möglichst gering zu halten. Im zweiten Teil unserer Bücherempfehlung in diesen herausfordernden Zeiten möchten wir Ihnen einige Bücher ans Herz legen, in denen die Protagonisten sich gewissermaßen in einer ähnlichen Situation wiederfinden und sich auch eine freiwillige Quarantäne auferlegen.

von ALINA WOLSKI

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Schwanengesang eines Mittvierzigers

Michel Houellebecq: Serotonin Cover: DuMont

Michel Houellebecq: Serotonin Cover: DuMont

Vier Jahre nach seinem viel diskutierten, längst für die Bühne und das Fernsehen adaptierten Bestseller Unterwerfung legt der Skandalautor Michel Houellebecq seinen neuen, unerwartet intimen Roman vor: Serotonin. Viel ist im Feuilleton auch über diesen bereits gesagt und geschrieben, sein Autor als genialer „Seismograph“ und „Visionär“ bejubelt worden. Dabei offenbart Serotonin unübersehbare literarische Schwächen, Einfallslosigkeit – und mitunter geistige Blutleere.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Maschinenmenschen im Schönheitswahn

Oskar Panizza: Die Menschenfabrik; Cover: Hoffmann und Campe

Oskar Panizza hat Die Menschenfabrik (1890) noch vor George Orwells 1984 und Aldous Huxleys Brave New World verfasst. Seine Erzählung ist sowohl eine erschreckende Dystopie als auch ein philosophisches Traktat für mehr Menschlichkeit und Ethik in einer auf wirtschaftlichen Erfolg bedachten Welt.

von ALINA WOLSKI

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Ein neues Dorf für die Weltliteratur

Bela B Felsenheimer: Scharnow Cover: Wilhelm Heyne Verlag

Bela B Felsenheimer: Scharnow Cover: Wilhelm Heyne Verlag

Bela B Felsenheimers Scharnow ist ein Romandebüt, das es in sich hat: Reichlich konfus, voller comicartiger Effekte, Lyrismen, Thriller- und Science-fiction-Anklänge zeichnet der Ärzte-Drummer das sprachliche Panorama einer fiktiven Kleinstadt in Brandenburg, deren Bewohner sich einem Strudel rätselhafter Ereignisse ausgesetzt sehen. Leser, die bereit sind, ihren hermeneutischen Scharfsinn zu vernachlässigen und sich auf einen unterhaltsamen Trip zu begeben, werden begeistert sein.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen