„Das Soloinstrument in der Symphonie der Sterbenden“

Philippe Claudel - Die grauen Seelen   Cover: RowohltIn einer Zeit, in der sich für die tagtäglichen Verstümmelungen und Verletzungen keine Worte, für die Toten keine Würde und keine Anerkennung mehr finden und keine überschaubare Zahl mehr nennen lässt, sind es ausgerechnet die Einzelschicksale der Hinterbliebenen, die ihre ganz eigenen, kaum zu begreifenden Katastrophen darstellen. Philippe Claudel zeichnet in Die grauen Seelen das Bild des Alltags von Menschen, die ihren Alltag durch den Krieg verloren haben.

von MELINA LOSCHEN

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Europas traumatisches Schicksal mit poetischer Kraft erzählt

COVER_Zweig_Welt von gesternWas uns Stefan Zweig in seiner großen, posthum veröffentlichten Autobiographie Die Welt von Gestern – Erinnerungen eines Europäers mitteilt, lässt sich weder als trockener historischer Bericht noch als sentimentale Zeitreise abstempeln. Die Entwicklung unseres Kontinents ist in knapp 500 Seiten dargelegt, voll von subjektiven Impressionen eines wachsamen Schriftstellerauges, frei von jeglicher Zeigefingermoral.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Auch Helden haben mal Angst…

Gabriel Chevallier - Heldenangst   Cover: Nagel & KimcheEin fast schon vergessener Erlebnisbericht über den Ersten Weltkrieg feiert in Frankreich sein großes Comeback. Gabriel Chevalliers Heldenangst wurde Ende der 1930er Jahre aufgrund seiner schonungslosen Direktheit und des bevorstehenden Krieges zurückgezogen. Nun ist der beeindruckende Text erstmals in deutscher Übersetzung erhältlich.

von LISA GLÖCKNER

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Nichts Neues, nirgends.

Peter Eickmeyer - Im Westen nichts Neues   Verlag: SplitterErich Maria Remarques Im Westen nichts Neues ist einer der angesehensten deutschsprachigen Weltkriegsromane. Peter Eickmeyer versucht ihn als Graphic Novel zu adaptieren und scheitert dabei an dem, was er am besten kann.

von CHRISTIAN A. BACHMANN

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