Hinter der Mauer lauern Liebe und Hass

Shakespeares "Romeo und Julia" am Schauspielhaus Bochum Foto: Thomas Aurin

Shakespeares „Romeo und Julia“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Thomas Aurin

Marius von Mayenburg inszeniert am Schauspielhaus Bochum den wohl bekanntesten Theaterklassiker überhaupt: Romeo und Julia. Was ihn am Stoff fasziniert, ist aber weniger die „Love Story“ als die düstere Omnipräsenz des Todes. Dank interessanter Regieeinfälle und engagierter Darsteller gelingt ein starker, unverschnörkelt-eindringlicher Shakespeare-Abend auf Niveau der besten Schaubühnen-Produktionen.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Advertisements

Kann man die Zeit umkehren?

Jeanette Winterson_Der weite Raum der Zeit von _KnausUnd falls ja, hieße das nicht, dass es in der vermeintlichen Kontinuität des Zeitverlaufs Brüche geben muss, Lücken, Löcher oder offene Räume? Der weite Raum der Zeit, der neue Roman der vielfach preisgekrönten Schriftstellerin Jeanette Winterson, handelt von einem solchen „Zeitloch“. Nicht weniger als 400 Jahre geht die Autorin zurück in die Vergangenheit, um uns eine erklärte „Cover-Version“ von einem der wundervollsten Shakespeare-Stücke, Das Wintermärchen, zu präsentieren.

von BERNHARD STRICKER Weiterlesen

Williams sonderbares Troja-Stück

"Troilus und Cressida" am Schauspiel Köln Foto: Tommy Hetzel

„Troilus und Cressida“ am Schauspiel Köln Foto: Tommy Hetzel

Rafael Sanchez inszeniert am Schauspiel Köln Shakespeares verkanntes Drama Troilus und Cressida. Die Chance, einen Theatercoup zu landen, wird jedoch vertan – der gut dreistündige Abend vermag nur durch Einzelheiten zu begeistern.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Willkommen in der Andy Kaufman Show

Matthias Breitenbach, Leopold von Verschuer in "Der Sturm"   Foto: Thilo Beu

Matthias Breitenbach, Leopold von Verschuer in „Der Sturm“ Foto: Thilo Beu

Schwarzlicht, Discokugeln, Loopstation und psychedelisches Farbenspiel: Shakespeares Der Sturm feierte in der Regie von Thomas Krupa die letzte Premiere im Grillo Theater Essen vor der Sommerpause. Krupa beschwört eine magische Insel zwischen machthungrigen Despoten und 1990er-Jahre-Ikonen, Kolonialisierung und Netzhemden – „a friendly, friendly world“, wie der Entertainer Andy Kaufman zynisch singen würde.

von NADINE HEMGESBERG

Weiterlesen

Schiffbruch mit Shakespeare

Der Sturm   Foto: © Sebastian Hoppe

Der Sturm Foto: © Sebastian Hoppe

Volker Hesse inszeniert am Schauspielhaus Düsseldorf William Shakespeares Der Sturm: Urs Peter Halter und Karin Pfammatter brillieren als stummer Ariel und „Untier“ Caliban – der Rest ist Bühne.

von NADINE HEMGESBERG

Weiterlesen

„Hamlet“ Tag und Nacht

Hamlet„Wir machen jetzt politisches Theater“, skandieren Wum und Wendelin am Ende eines ebenso kurzweiligen wie bedrückenden Theaterabends: Massenüberwachung, Mord, Reality-TV, Krieg gegen den Terror, Selbstoptimierung und Cyborgism. Der Mensch, das überforderte Tier, und die durch die Medienkanäle sausende Datenflut – Fluch und Segen. Regisseur und Intendant des Schauspiels Dortmund Kay Voges mit einer für ihn gewohnt videolastigen Inszenierung des Shakespearestoffs.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen

Drogenrausch im Sommernachtstraum

Ein Sommernachtstraum: Oberon (Michael Schütz) und Titania (Katharina Linder)   Foto: Diana Küster

Ein Sommernachtstraum: Oberon (Michael Schütz) und Titania (Katharina Linder) Foto: Diana Küster

Es gibt Stücke, die so oft ihren Weg auf die Bühne gefunden haben, dass sich die Fragen stellen: Wie soll es möglich sein, Besucher aller Altersstufen mit dem ‚alten Hut‘ noch anzulocken? Und wie kann der Stoff noch neu erzählt werden? – Shakespeares Sommernachtstraum ist genau eines dieser Stücke. Christina Paulhofer katapultiert mit ihrer Inszenierung Shakespeares Verwechslungskomödie in eine Gegenwart zwischen Bankenkrise, Drogenrausch und Elektrobeats.

von NINA STEINERT

Weiterlesen